Der Künstler bei seiner Lieblingsbeschäftigung. Hier entstehen seine kunstvollen Perlen.
Der Künstler bei seiner Lieblingsbeschäftigung. Hier entstehen seine kunstvollen Perlen.
In den diversen Glasregalen befinden sich eine reichhaltige Vielzahl von Glasfarben. Willi arbeitet mit Gläsern von verschiedenen Glashütten, z.B. Morettiglas aus Italien (Murano), Lauschaglas aus Thüringen, Reichenbachglas aus der Lausitz und Ornelaglas aus Tschechien. Jede dieser Glassorten besitzt eigene Verarbeitungseigenschaften und eine besonders reizvolle Farbpalette. Nicht jedes Glas ist miteinander kompatibel, so dass ein Grundwissen in der Verarbeitung unbedingt Voraussetzung ist.
Derzeit in Gebrauch sind zwei verschiedene amerikanische Hochleistungsbrenner, ein Minor bench burner und ein Carlisle mini cc. Beide Brenner brauchen, um so richtig powern zu können, 95 - 97 % igen Sauerstoff. Dieser wird aus der Raumluft mit Sauerstoffkonzentratoren produziert. Das Glas hat eine Verarbeitungstemperatur zwischen 600 und 800 Grad, wenn es um den Edelstahldorn gewickelt wird.
Ist die Perle fertig, kommt sie etwa bei ca. 500 Grad in einen Abkühlofen. Während der Perlenherstellung verbleibt dieser ebenso bei einer Temperatur von etwa 500 Grad. Ist die Herstellung abgeschlossen, werden die Perlen digital und kontrolliert über einen Zeitraum von etwa 15 Stunden abgekühlt, so das keine Spannungen im Glas verbleiben. So sind die Perlen spannungsfrei und können dauerhaft ihren Besitzer erfreuen. Der letzte Schritt vor der Schmuckverarbeitung ist das Ausschleifen des Trennmittels aus dem Perlenkanal. Optisch, besonders bei transparenten Perlen, eine Bereicherung.
Nun steht der Kreativität am Fädeltisch nichts mehr im Wege. Reichhaltige Auswahl an Schmuckzubehör, wie z.B. handgearbeitetes Balisilber, Glasschliffperlen, Edelsteine, Naturmaterialien wie Ton, Holz etc. ist die Voraussetzung für abwechslungsreiches Schmuckdesign.